Wie pflege ich ein Schwert?

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Einige Produkte, die sich zur Schwertpflege eignen: Hinten zwei Metallpflege-Öle, vorne zwei Mittel zur Flugrost-Entfernung und Politur.

Flugrost entfernen

Mist, jetzt ist es doch passiert: Ihr wart eine Woche lang nachlässig und habt ein paar Rostflecken an der Waffe. Die müssen unbedingt weg, sonst wird das ein Dauerzustand. Aber keine Panik, das kriegen wir hin.

  • Aber bitte nicht mit Schleifpapier, Feile oder Topfreiniger! Diese Neandertaler-Methoden zerkratzen den Stahl und geben dem Rost für seinen nächsten Anlauf mehr Angriffsfläche.
  • Nehmt stattdessen Polierwatte aus dem Baumarkt. Ein gutes Produkt ist Never Dull, damit könnt ihr den Rost gut runter polieren.
  • Auch nicht schlecht sind die weißen Metall-Polierpasten wie Autosol, auch wenn ihre Verwendung etwas komplizierter ist: Erst muss man das Schwert damit dünn einschmieren, das Zeug antrocknen lassen und dann heißt es: mit einem Tuch schrubben bis der Arzt kommt. Am besten mehrmals, um den Glanz zu erhöhen.
  • Ein poliertes, glänzendes Schwert ist keine reine Frage der Optik, die glatte Oberfläche ist auch nicht so rostanfällig wie ein Schwert, das bereits eine Oxidationsschicht hat.
  • Und nicht vergessen: Nach jedem Polieren gut einfetten!

…und der Ledergriff?

  • Ist eher Verbrauchsmaterial und wird sowieso irgendwann erneuert. Aber wenn ihr eine schöne Griffbelederung habt und das Leder geschmeidig halten wollt, bedient Euch eines nicht färbenden Produkts aus dem Möbelsektor. Einfach mal nach „Lederöl“ oder „Leder-Weichmacher“ googeln.

Selten: Scharten entfernen

Wenn Ihr Unterricht in der Stahlakademie genießt, werdet Ihr lernen, die Waffen nicht sinnlos Kante-auf-Kante ineinander zu schlagen, sondern so zu verwenden, dass keine allzu tiefen Scharten entstehen. Dennoch: Wenn man ein Schwert lange verwendet und auch mal etwas härter trainiert, kann es schonmal passieren, dass die Kante leidet. In diesem Fall müsst ihr die betreffende Stelle unbedingt daraufhin prüfen, ob kleine Splitter abstehen oder sich ein scharfer Wulst gebildet hat. Ich selbst tue das mit dem Selbsttest und fahre mir mit der Schneide mehrmals über den Arm: piekt und kratzt es, muss Abhilfe geschafft werden:

  • Mit einer Stahlfeile bearbeite ich vorsichtig die Scharten vom Kreuz Richtung Ort. Es ist nicht wichtig, die Scharte komplett „wegzuschleifen“, sie darf lediglich keine scharfen Kanten mehr haben, an denen sich mein Trainingspartner verletzen kann.

Vor dem nächsten Training

  • Ein gut eingeöltes Schwert macht Flecken auf der Kleidung und- schlimmer noch- ist eventuell „flutschig“ und rutscht beim Fechten aus den Händen. Daher müsst ihr das Fett direkt vor dem Training mit einem Tuch abwischen. Chemie-Nerds können auch Waschbenzin nehmen, das entfernt restlos jedes Fettmolekül und lässt die Klinge wunderbar aufglänzen.
  • Aber nicht vergessen, direkt nach dem Training… richtig, einölen!